AMD/ IVOM

Altersabhängige Maculadegeneration (AMD)

 

Unter altersabhängiger oder altersbedingter Makuladegeneration (AMD) versteht man einen meist fortschreitenden Verlust der zentralen Sehschärfe im höheren Alter.

 

Bei fortschreitender Krankheit wird durch das Absterben von Netzhautzellen die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld beeinträchtigt. Für die Betroffenen bedeutet die Schädigung der Sinneszellen einen unwiederbringlichen Verlust. Die Beeinträchtigung der Makula (Punkt des schärfsten Sehens) führt zu einer Abnahme der Sehschärfe und damit der Lesefähigkeit, des Kontrastempfindens, des Farbensehens, der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse sowie einer Erhöhung der Blendempfindlichkeit.

 

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) verursacht keine Schmerzen und bleibt zunächst oft unbemerkt. Hierin liegt auch das große Problem, denn die Patienten erkennen viel zu spät, dass sie krank sind. Meist merkt der Betroffene die ersten Anzeichen der Erkrankung beim Lesen.

 

 

Differenzierung:

Trockene AMD:

Sie ist gekennzeichnet durch Degeneration (Atrophie) des retinalen Pigmentepithels.​

Ihr Voranschreiten ist meist langsam und schleichend. Sobald die Makula selbst erreicht wird kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Seh- und Lesefähigkeit.

 

 

Feuchte AMD:

Von der trockenen Form wird die feuchte (exsudative Form) der Makuladegeneration unterschieden. Hier bilden sich unter der Netzhaut flächige Gefäßmembranen (Choroidale Neovaskularisationen, CNV) , welche zu Ausschwemmungen von Flüssigkeit (Ödem) oder sogar Blutungen in die Netzhaut neigen.

 

Die feuchte Form betrifft etwa 15 % bis 20 % der Fälle und verläuft meist schnell und dramatisch. Sie ist gekennzeichnet durch Gefäßneubildungen der Aderhaut, Pigmentepithelabhebungen, Netzhautödem  oder eine spezifische Narbenbildung im Bereich der Makula. Die feuchte AMD ist im Gegensatz zur trockenen im Frühstadium noch gut behandelbar.

 

Diagnostik:

​Die Diagnose der AMD wird durch eine augenärztliche Untersuchung des Augenhintergrunds gestellt. Nach einer genauen Diagnosestellung mittels SD-OCT ( Optische Kohärenz-Tomographie) sowie

FLA (Fluoreszenzangiografie, Farbstoffuntersuchung der Gefäße des Augenhintergrundes) kann im Falle einer feuchten Makuladegeneration  eine Behandlung begonnenwerden. Die intravitreale Injektiontherapie (IVOM) mit Gabe von Vascular-endothelial-Growth-Factor-(VEGF-)Hemmern (deutsch: Wachstumsfaktorhemmer) ist die Behandlungsmethode der ersten Wahl. Auch bei wiederholter Applikation (IVOM) ist die Gabe von VEGF-Hemmern eine sehr sichere Behandlungsmethode.

 

 

 

 

©2020 - Dr. med. R. Langkau